“Gegessen und getrunken wird immer”, ein einst vielbenutzter Spruch der Gastwirte. Jahrzehntelang hat das Motto ja auch gestimmt. Auf Teneriffa und den anderen Kanarischen Inseln sowie den Balearen stimmt das aber nicht mehr. Die Diskotheken-Besitzer und Betreiber von Nachtlokalen zum Beispiel in der Avenida de la Familia Betancourt y Molina – besser noch bekannt als Avenida Generalísimo - in Puerto de la Cruz klagen über drastisch zurückgegangene Gästezahlen. Und die, die noch kommen, geben weit weniger an Geld aus als in vergangener Zeit. Starke Verkehrskontrollen der Polizei haben ebenfalls zum Ausbleiben von trinkfreudigem Publikum geführt. Ein Teil der Lokalbetreiber versucht, den Umsatz durch Verlängern der umstrittenen “Happy Hours” oder durch “Reinschmeißer” vor dem Lokal zum Eintritt zu bewegen. Doch es scheint alles umsonst zu sein – die Gäste bleiben fern. Der Verband der Nachtlokale und Diskotheken will in einer Versammlung über Wege aus der Krise beraten und die Gemeinde Puerto de la Cruz für die Flexibilisierung der Öffnungszeiten zu bewegen. Vielen Lokalbesitzern steht das Wasser bis zum Hals.
Aktuelles aus Spanien:
In Spanien ist es seit dem Jahr 2006 Gesetz, dass die Regierungsmitglieder einmal im Jahr “die Hosen herunterlassen” müssen und ihre Vermögensverhältnisse offen legen. Nach der letzten Veröffentlichung der Vermögenssituation der Damen und Herren im Amtsblatt der Regierung, ist der Ministerpräsident José Rodriguez Zapatero geradezu ein “armes Würstchen”. Dort gibt er sein Privat-Vermögen mit derzeit 209.206 Euro an. Seine Wirtschaftsministerin geht es da mit 4,9 Millionen Euro in der Schatulle schon wesentlich besser. Der Industrie-Minister und der Innen-Minister haben je 1,7 Millionen auf der hohen Kante und sind damit ebenfalls wesentlich besser gestellt, als Zapatero. Mit diesem Gesetz will man über die Korruption im spanischen Parlament Herr werden. Vorraussetzung ist aber, dass die Veröffentlichungen der Wahrheit entsprechen.
Historisches aus Spanien am 18. Oktober:
1615: Kronprinz Philipp, er herrscht ab 1621 als Philipp IV. über Spanien, heiratet in erster Ehe Isabella von Bourbon. Aus dieser Ehe gehen acht Kinder hervor – darunter auch María Teresa, die künftige Gemahlin Ludwigs XIV., dem Sonnenkönig von Frankreich.
