Noch ist die Frage, wer Schuld daran hat, dass durch einen Felssturz zwei Urlauberinnen im Süden von Teneriffa ums Leben gekommen sind, nicht geklärt. Vorgestern ist an einem Teilabschnitt am Badestrand von Los Gigantes aus einer Höhe von 50 Metern eine Geröll-Lawine abgegangen und in abgesperrtem Gebiet auf den Strand gefallen. Weil vor einem Monat schon einmal ein solcher Vorfall, damals ohne Verletzte, vorkam, herrschte dort Badeverbot und dieser Abschnitt wurde mit warnendem Band abgesperrt. Kurz vor dem Unglück hatte ein Rettungsschwimmer vergebens mehrere Badegäste aufgefordert, den abgesperrten Bereich zu verlassen. An der Stelle des Unglücks sind die Felsen “Los Gigantes” bis zu 450 Meter hoch. Es rieseln permanent kleinste Felsstückchen zu Boden. Immer besteht die Gefahr, dass auch Felsen von 5 Metern Durchmesser herabfallen. Wer sicher gehen will, der sollte sich einen Badestrand außerhalb der “Felsen-Giganten” wählen. Es gibt genug andere Strände.
Aktuelles aus Spanien:
Vor Monaten berichteten wir von dem Vorhaben der spanischen Behörden, die mehreren Hundert illegalen Radiosender zum Verstummen zu bringen. Jetzt wird gehandelt. In den letzten drei Monaten wurden schon gegen 70 Piraten-Sender Verfahren eröffnet. Die ganze Aktion ist bisher auf Katalonien beschränkt. Laut dem Minister für Kultur und Medien, Joan Manuel Tresseras, ist der Grund dafür, hier erst einmal die Vorgehensweise zu testen. Allein auf den Kanarischen Inseln gibt es über 300 Sender ohne Lizenz – mit teilweise so schlechtem Inhalt, dass sich einem beim Zuhören der Magen umdreht. Mit der Anwendung des Gesetzes, das schon 1989 beschlossen wurde, setzt sich auch eine Richtlinie der EU, über die Qualität von Radio-Sendern und die Erteilung einer Sende-Lizenz um.
Historisches aus Spanien am 3. November:
1576: Don Juan de Austria kommt als neuer spanischer Staathalter in den Niederlanden an. Er kann den aufgestauten Unmut im Heer aber nicht mehr beruhigen. Am 4. November beginnt in Antwerpen die “Spanische Furie” zu wüten.
