Am Freitag Abend um 19:30 wird in La Orotava, Teneriffa die Festbeauftragte der Stadt, Maria Belén, den Knopf drücken, der die neue Weihnachtsbeleuchtung hell erstrahlen lässt. Zu gleicher Zeit wird an der “Plaza de la Costitución” ein musikalischer Festakt zelebriert. Interessant ist, dass die 250 weihnachtlichen Motive und die 40 Leuchtbögen mit dem Schriftzug “Felices Fiestas”, sowie vier Kilometer Lichterketten und 21 Leuchtsterne mit energiesparenden Leuchtdioden versehen sind. So wird mit wenig Strom die ganze Altstadt festlich beleuchtet. In alter Tradition hat man vor dem Rathaus auch wieder die beliebte Krippe mit lebensgroßen Figuren aufgebaut. Alljährlich wird auf rund 900 Quadratmetern ein Stilleben dargestellt, wie es um die Zeit von Christi Geburt gewesen sein kann. Besonderer Blickfang ist das drei Meter hohe Kamel. Bewundern kann man die Darstellung bis zum 5. Januar. In der Nacht vor dem Dreikönigstag werden dann echte (Laien-) Darsteller das Ganze lebendig werden lassen. Hoffentlich lässt die angekündigte Regenfront mit starken Winden am Wochenende, die ganze Pracht an ihrem Platz hängen und stehen.
Aktuelles aus Spanien:
Thunfisch in Dosen erfreut sich überall großer Beliebtheit. Dass dabei auch mal andere Fischarten in der Konserve landen, wird immer wieder gemunkelt. Die Umweltschutz-Organisation Greenpeace hat das nachgeprüft und hat Erschreckendes festgestellt. In Spanien und Griechenland haben neben dem “echten Bonito” auch Gelbflossen- und Großaugenthunfisch, trotz Verbot wegen Überfischung, den Weg in die Dose gefunden. Manchmal waren sogar mehrere Sorten Fisch in einer Verpackung feststellbar, obwohl das in der EU verboten ist. Täglich wird mit großem Schaden für die Natur in den Weltmeeren gefischt stellte die Meeresbiologin von Greenpeace, Iris Menn, mit Bedauern fest – und das nur deswegen, weil Fischkonserven besonders billig sein sollen. Wenn die Weltmeere leer gefischt sind, ist ein nachhaltiger Fang nicht mehr möglich.
Historisches aus Spanien am 25. November:
1543: Francisco de Enzinas, der spanische Humanist und Bibel-Übersetzer (1508 bis 1552), kann Kaiser Karl V. in Brüssel ein Exemplar seiner Übersetzung “El nuevo Testamento de nuestro Redemptor y Salvador Jesu Christo” übergeben. Noch im selben Jahr wird die Übersetzung des neuen Testamentes konfisziert und Francisco de Enzinas wird inhaftiert. 1545 gelingt ihm die Flucht. Er geht vorerst nach Antwerpen und später nach Wittenberg. Francisco de Enzinas war der Erste, der die Übersetzung des neuen Testamentes aus dem Griechischen ins Spanische wagte.
