Wenn ein Erlass des Umweltministeriums durchgesetzt wird, muss Teneriffa in Zukunft auf “die neue Banane”, die Aloe Vera, verzichten. Dieser Erlass existiert bereits seit Dezember 2011. In den letzten Jahren hat sich der Anbau von Aloe Vera auf den Kanarischen Inseln, besonders im Süden von Teneriffa, vervielfacht und viele neue Arbeitsplätze geschaffen. Es ist eine willkommene Alternative zum stagnierenden Bananenanbau. Viele Produkte aus Aloe Vera werden erfolgreich Exportiert. Diese beliebte Pflanze ist dem Umweltministerium ein Dorn im Auge, weil es sich um einen exotischen Eindringling auf den Inseln handelt. Es gibt Studien, die ergeben haben, dass diese Pflanze auf lange Sicht im Ökosystem der Inseln Schäden anrichten kann. Das Ministerium sieht Anlass zur Kontrolle und, wenn notwendig, zur Ausrottung auf dem Archipel. Wer in freier Wildbahn eine Aloe Vera auf Teneriffa pflanzt, der muss mit einem Bußgeld rechnen. Im privaten Bereich ist es gestattet. Man muss nur darauf achten, dass die Pflanze nicht mittels Erdwurzeln das Grundstück verlässt. Die Aloe Vera ist nicht die einzige in der Bevölkerung beliebte Pflanze, die auf der schwarzen Liste des Umweltministeriums steht. Dazu gehören auch Mandelbäume, Geranien und der Eukalyptus und sogar die vielgeliebte Kakteenart mit den schmackhaften Früchten. Hier liegen Freud‘ und Leid eng beieinander.
Aktuelles aus Spanien:
Wenn sie den folgenden Artikel lesen und glauben, das sei ein Bericht aus dem Mittelalter – weit gefehlt, das ist aktuelle Tatsache. In Katalonien wird den Mitarbeitern im öffentlichen Gesundheitsdienst vorgeschrieben, Unterhaltungen während der Dienstzeit in katalanischer Sprache zu führen. Ein zwölfseitiges Protokoll in der Provinz Tarragona verpflichtet jetzt Ärzte, untereinander in Katalanisch zu kommunizieren und auch die Patienten in dieser Sprache anzusprechen. Das Rundschreiben dazu wurde schon im Oktober 2011 verteilt. Als Initiator gilt der Direktor der Gesundheitsbehörde von Tarragona, Josep Mercadé, der der nationalistischen Partei Kataloniens angehört. In dem Schreiben wird darauf hingewiesen, dass am Telefon, bei Lautsprecherdurchsagen, bei öffentlichen Veranstaltungen sowie Arbeitsbesprechungen unter Ärzten und vornehmlich bei Anwesenheit Dritter, wie zum Beispiel Patienten und deren Angehörige, zwingend Katalanisch gesprochen werden muss - nur im äußersten Fall dürfe “Castellano” gesprochen werden. Weiter heißt es im Text des Protokolls: “Der Arzt spricht grundsätzlich Katalanisch, unabhängig was sein Gesprächspartner spricht. Wenn sich ein Patient sonderbar verhält, muss er gefragt werden, ob er alles versteht. Die Konversation wird weiter in Katalanisch fortgeführt – auch dann, wenn der Patient sichtbare Verständigungsschwierigkeiten zeigt”. Nur wenn es partout nicht gelingt, sich auf Katalanisch zu unterhalten, darf die spanische Sprache angewendet werden. Großzügig werden “nichtoffizielle” Sprachen erlaubt, wenn ein Patient erstmalig in Kontakt mit dem katalanischen Gesundheitswesen kommt, oder die Gefahr besteht, dass der Patient die Ergebnisse von Analysen oder eine Diagnose nicht versteht und somit Risiken für seine Gesundheit bestehen. Es ist nicht zu fassen, was blinder Nationalismus alles hervorbringt.
Historisches aus Spanien am 22. Februar:
1819: Die Vereinigten Staaten von Amerika kaufen Spanien Florida ab. Florida wurde 1513 von Spanien in Besitz genommen. Im Jahr 1763, nach dem Ende des Siebenjährigen Krieges 1763, hatte Spanien Florida an Großbritannien abgetreten. Im Frieden von Paris 1783 bekam Spanien die Halbinsel wieder zurück. Florida wurde vor dem Verkauf an die USA zwischen 1812 und 1814 von amerikanischen Truppen besetzt. Nach Kriegsende blieben die Soldaten im Land. Notgedrungen stimmte 1819 Spanien dem Verkauf zu.
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