H - wie “Haifischpulver”

Haifischpulver:
Das ist etwas für den Geschäftsmann mit Hang zum Abenteuer. Wenn Sie über den “großen Teich” nach Rio de Janeiro oder Chicago fliegen, dann kann es durchaus sein, dass sich in den Stauräumen der sogenannten “Life-Rafts” (Notrutschen), die im Ernstfall auch als Schlauchboote dienen (siehe auch → Schwimmwestenarie) auch Haifischpulver befindet. Airline-Crews müssen einmal pro Jahr eine Notfallübung im Schlauchboot absolvieren. Wenn sie dann im Schlauchboot im Pool des Trainings-Centers dümpeln, ist Haifischpulver das Thema Nummer eins. Für den Fall, dass ein Passagier beim → “Ditching” ins Wasser fallen sollte, kann das Pulver die als fressgierige Menschenfresser geltenden Haie auf Distanz halten. Man lässt einfach den Beutel im Wasser schleifen. Es gibt Experten, die behaupten, das Pulver locke die Haie erst an – andere wollen festgestellt haben, dass es völlig egal ist, ob mit oder ohne Pulver. Und da gibt es noch die dritte Gruppe von Haifisch-Experten, die der Ansicht sind, Haie mögen sowieso kein Menschenfleisch und das scheußliche Image sei reine Fiktion. Wegen der bisher nicht erwiesenen Nützlichkeit verzichten schon viele Airlines auf die Mitnahme des Pulvers in den Notausrüstungen.

Handeln:
Nicht das deutsche Tätigkeitswort “handeln” ist gemeint, sondern das englische “häändeln”. Dieses Handling spielt sich öfters mit der geräuschvollen Publicity eines Happenings ab und hat hie und da den gleichen Leerlauf. Das soll nicht heißen, dass viele Firmenangestellte aus ihrer eigenen Form der Betreuung, Problemlösung und Abfertigung eine echte wirkungsvolle Handlung machen.

HON:
Honorable Person. Passagierverehrung in seiner höchsten Form. Damit der “Durchschnittflieger” nicht neidisch wird, läuft das nach Art der Freimaurer ganz im Geheimen ab. Das Tuch des Schweigens liegt über dem Ganzen. Kaum jemand ahnt, wie komfortabel geflogen werden kann. Der Weg zum HON ist alles andere als leicht. Pro Jahr müssen Tausende von Flugkilometern mit der honorierenden Fluglinie im Computer gespeichert werden. Diese Anzahl an Kilometern erfliegt ein normaler Mensch im ganzen Leben nicht. Wenn man diese Hürde aber genommen hat, dem stehen Tür und Tor offen. Der Purser weiß, was die Lieblingszeitung oder Lieblingswhiskey des Gastes ist. Auch ist in der Lounge bekannt, ob der Martini geschüttelt oder gerührt serviert und ob vor dem Boarding noch schnell ein Ferngespräch nach Übersee geführt wird. Selbst der VIP wird sich bei diesem Service auf dem Niveau der Holzklasse sehen.

Hüpfer:
Kurzstreckenflüge von Köln-Bonn nach Bremen oder von Nürnberg nach Stuttgart sind Hüpfer. Doch auch die Crews, die Langstrecken fliegen, kommen in diesen Genuss. Sie fliegen mal schnell nach Miami, New York oder Chicago über den Atlantik - oder hüpfen gerne für ein verlängertes Wochenende nach Bangkok.



 

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