Von den beiden Retortengiganten Los Cristianos und Playa de las Américas ist Los Cristianos der etwas kleinere und schlichtere. Das Flair ist etwas städtischer. Nach und nach wurden etwa 55 Ferienanlagen angebunden. Das jetzige Zentrum ist Geschmackssache.
Die Geschichte vom einstigen Fischerdorf ist falsch. Bis 1959 stand dort kein einziges festes Haus. Später wurde dort ein kleines Sanatorium für Lungenkranke erbaut. Zögernd wurden einige Hotels errichtet. Erst 1979 nach Fertigstellung des Süd-Flughafens und der Süd-Autobahn sowie des Baus eines Anlegeplatzes für die Fähre nach La Gomera begannen sich die Schaufelbagger in die trockene, steinige Wüste hineinzugraben.
Das tun sie noch heute. Berge werden angefräst, um neuen Hotelkomplexen Halt zu geben. Der Tourismus überrollt hier alles.
Der Strand, die Playa Los Cristianos, zählt mit seinem weißen Sand zu den schönsten auf Teneriffa.
Allerdings ist das Schwimmen zwischen den kleinen, bunten Booten nicht Jedermanns Sache. Los Cristianos ist Ausgangspunkt für Ausflüge jeder Art: Hochsee-Angeltouren, mehrstündige Segelyachtfahrten, Piratenfahrten, Delfin- und Walbeobachtungsfahrten - und vieles mehr - werden geboten.
Das Wetter ist nahezu an allen Tagen im Jahr hervorragend. Wegen der wenigen Niederschläge ist die Gegend wüstenhaft. Dank der intensiven Bewässerung mit kostbarem Trinkwasser wachsen auch hier Palmen und andere tropische Pflanzen. Baulich ist mittlerweile Los Cristianos mit Playa de las Américas verwachsen.









