Hat man Masca über Buenavista del Norte erreicht und fährt dort einfach weiter, kommt man nach Santiago del Teide. Normalerweise ist dies der Ausgangsort für einen Ausflug nach Masca. Hier entscheidet man auch, ob man nun weiter in den Süden der Insel fährt, einen Abstecher in die Cañadas und zum Teide macht oder ob man zurück in den Norden fährt.
Der Ort Santiago del Teide liegt auf einer Hochebene zwischen den Ausläufern des Teide im Osten und dem Tenogebirge im Westen. Die meisten kennen nur die Hauptstraße des Ortes. Diese befährt man, wenn man nach Masca will.
Die Dorfkirche Santiago de Compostela aus dem 17. Jahrhundert ist sehenswert. Die weißen Kuppeln des Baus lassen maurischen Einfluss vermuten. Sie sind aber erst im 20. Jahrhundert errichtet worden.
Im November 1909, nach dem letzten Vulkanausbruch (des Chinyero) auf der Insel, floss die austretende Lava nur knapp an Santiago del Teide vorbei.
Wir entscheiden uns hier für die Rückfahrt in den Norden über Puerto de Erjos und El Tanque.
Der Pass Puerto de Erjos (Puerto bedeutet sowohl Hafen als auch Bergpass) auf 1.117 Metern Höhe wurde früher als Wetterscheide zwischen Nord und Süd bezeichnet. Hier lösten sich früher die Wolken vom Norden in Nichts auf. Wie mit einem Lineal gezogen. In den letzten Jahren ist diese Besonderheit wegen des Klimawandels aufgehoben. Die Wolken ziehen jetzt vermehrt bis in den Süden hinein.
Rund um das sehenswerte Örtchen El Tanque findet man einige gute und preiswerte Restaurants. Hier treffen am Wochenende die Einheimischen und die Ausflügler mit den Reisebussen aufeinander.

