Fuerteventura

FuerteventuraWer sich für Lanzarote nicht begeistern kann, der kann es für Fuerteventura erst recht nicht. Mit fast 1.700 Quadratkilometern ist sie die zweitgrößte Insel nach Teneriffa. Man nennt sie auch “die stille Insel”.

In der Hauptstadt Puerto del Rosario (früher Puerto de las Cabras, “Ziegenhafen”) wohnen ein Drittel der knapp über 100.000 Insulaner - davon sind über 30 Prozent Ausländer. Wer Wüste pur sucht, der ist auf Fuerteventura genau richtig. Die Insel ist noch flacher wie Lanzarote und die Wolken ziehen darüber, ohne ihre wertvolle Fracht abzuladen. Manchmal regnet es jahrelang nicht. Es ist noch garnicht so lange her, dass in den höheren Lagen von Fuerteventura Pinien beheimatet waren. Die Veränderung des Klimas in den letzten Jahrhunderten hat diesen Lebensraum zerstört.

Puerto del Rosario - FuerteventuraIhr Einkommen beziehen die Menschen durch Ziegen, Touristen - meist Deutsche - und dem spanischen Militär. Die Inselhauptstadt , Puerto del Rosario, hat dem Besucher nichts spektakuläres zu bieten und die alte Stadt Betancuria im Inneren des Landes ist eigentlich auch nur eine Art Weiler. Aber es gibt etwas, um das die anderen Inseln des Archipels Fuerteventura beneiden: die Strände. Oder besser gesagt DER Strand. Rund um die ganze Insel: Strand, Strand, Strand - kilometerweit.

Jandía - FuerteventuraEs gibt bisher nur wenige Urlaubsanlagen auf der Insel. Im Norden von Fuerteventura bei Corralejo (mehrere Hotelanlagen) oder auf der südlichen Halbinsel Jandia. Die war früher durch eine von den Ureinwohnern (Guanchen) errichtete Mauer (La Pared) vom Rest der Insel getrennt. Vereinzelt findet man noch weitere Ferienanlage, die in den letzten Jahren aus dem Boden gestampft wurden. General Franco überließ während des zweiten Weltkrieges die Halbinsel einem Deutschen. Der baute hinter der Mauer eine Startbahn für Flugzeuge und verbot den Majoreros (so heißen die Bewohner Fuerteventuras) den Zugang. Noch heute machen sich Leute interessant, indem sie Gerüchte über Geschehnisse, die sich hinter La Pared abgespielt haben sollen.

FuerteventuraAuf Fuerteventura sind die spanischen Sahara-Kräfte stationiert, die Fremdenlegion. Sie sind dort, weil sich Spanien immer noch für das Gebiet Spanisch-Sahara verantwortlich fühlt, obwohl es schon länger von Marokko, Algerien und der Frente Polisario beansprucht wird. Die oft rüden Soldaten sind bei den “Majoreros” nur mäßig geliebt.

Schon seit Jahren liegen die Pläne für das größte Touristenzentrum der Welt in der Schublade und so wie es aussieht, liegen sie da noch lange. Also bleibt Fuerteventura weiterhin karg, die Einwohner ernähren sich weiter von Gofio und pflegen den Ring- oder Stockkampf.

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