Es kommt nicht allzu häufig vor, dass man sich bei einer Beschwerde mit dem Gastronomen, dem Hotelier, im Supermarkt, Busunternehmen oder Taxifahrer nicht einig werden kann. Meist sind es überhöhte Preise oder schlechter Service, die zu Unstimmigkeiten führen.
Die kanarischen Ministerien für Tourismus haben für ihre Gäste eine wirksame Möglichkeit der Beschwerde geschaffen, die jedoch zu selten genutzt wird: die Hojas de Reclamación. Wer sich geschädigt fühlt kann nach diesen Beschwerdeblättern verlangen. Die Unternehmen müssen diese Blätter haben. Die Ausrede, es wären im Moment keine vorhanden, wird mit der Drohung, die Polizei zu rufen, revidiert.
Die Beschwerdeblätter sind nummeriert, damit der Betroffene keine Reklamation verschwinden lassen kann. Der verärgerte Kunde schickt einen Durchschlag an das: Edificio de Usos Multiples, Santa Cruz de Tenerife, Calle de la Marina 57. Die Inspektoren sind angewiesen, den Fall innerhalb 48 Stunden zu prüfen. Sie müssen zum Ausfüllen des Beschwerdeblattes kein Spanisch können, in Deutsch geht das auch. Da bei Vorliegen von zwei Beschwerden die Konzession des Geschäftsmannes in Gefahr gerät, zeigt das Verlangen nach den Blättern seine Wirkung und eine gütliche Einigung ist das Ergebnis.

