Das Klima

Playa Jardín - Puerto de la CruzGrundsätzliches:

Nirgendwo in Europa ist im Winter Frühling – außer auf den Kanarischen Inseln. Besonders gilt das für Teneriffa. Die Temperaturen im Kanarischen Winter sind tagsüber 20° bis 24°C, nachts bei 15°C. Mutige können bei Wassertemperaturen um die 20° im Atlantik baden. Zu beachten ist, dass die Nordküste immer mehr Wolken (Passatwolke) hat als die Südseite der Insel.

Dafür ist der Norden viel grüner und farbenfroher bewachsen. Für den Norden gibt es noch eine Besonderheit. Wer im Internet die Seiten mit dem Inselwetter aufruft, sieht überall sehr niedrige Temperaturen und Regen für den Norden vorhergesagt. Sieht man z.B. für den Süden 25° vorhergesagt und Sonnenschein, sieht man für den Norden 18° und Regen. Die Ursache ist einfach: die einzige offizielle Wetter-Messtation für den Norden ist am Flughafen Los Rodeos, und der liegt in fast 800 Metern über dem Meeresspiegel. Da machen Sie aber keinen Urlaub!

Am Strand im Norden, sind es dann auch 22° mit Sonne - also keine Angst vor der Nordküste. Weit verbreitet ist die Ansicht, dass es dort, wo es im Winter so mollig warm ist, im Sommer doch sehr heiß sein muss. Dem ist nicht so. Der kühlende Passatwind lässt selten Temperaturen von 30° entstehen. Schwüle Tage sind unbekannt und nachts kühlt es immer angenehm ab. Nicht umsonst wird Teneriffa “Insel des ewigen Frühlings” genannt. Die einzige Ausnahme bilden hier die Calimas - wenn ein Sandsturm aus der Sahara rüber weht - aber das passiert im Jahr nur wenige Tage - die werden dann aber richtig heiß!

Saisonale Unterschiede:

Der Nordeuropäer bucht im Winter (Oktober bis April) seinen Urlaub oder das Überwintern auf Teneriffa. In dieser Zeit liegen Weihnachten, der berühmte Karneval (der schönste nach Rio) und Ostern. Das ist dann die Hauptsaison mit höheren Preisen. In den Monaten Mai, Juni und September ist Nebensaison und man kann so manches Schnäppchen buchen.

Im Juli und August sind Ferien in Spanien. Dann kommen die Bewohner der Halbinsel in die “Sommerfrische” auf die Kanaren, um bei angenehmen Temperaturen zu urlauben.

Nordküste bei El SauzalTeneriffas Nordküste:

Die ab November einsetzenden und für die Natur so wichtigen Niederschläge fallen glücklicherweise meist nachts. Dafür wächst und blüht es im Dezember besonders üppig. Die Bananen- und Orangenernte beginnt und die Bäume blühen wie im Mai in Deutschland.

Sonnenuntergang am Strand im Süden TeneriffasTeneriffas Südküste:

In der Hauptregenzeit im Süden, das ist Anfang Januar, blühen plötzlich Pflanzen, die vorher aussahen wie vertrocknet: Ginster und Margueriten. Mandelbäume fangen an zu blühen und die Wolfsmilchgewächse bekommen wieder grüne Blätter. Die Wüste lebt.

Las CañadasDer Teide:

Hier im Nationalpark in 2.000 Metern (Cañadas) über dem Meeresspiegel beginnt das Leben erst wieder von April bis Juni. Dann blühen die nur hier auf der Insel vorkommenden roten Tajinasten (Natternkopf), und der weiße Teide-Ginster. Wer ein Auge für die Flora hat, kann das extrem seltene Teide-Veilchen blühen sehen. Auch hier noch einmal der Hinweis: Das ist ein Nationalpark – also nix pflücken oder Steine mitnehmen, das wird empfindlich teuer. Keine Ausrede gilt.

CalimaDer Calima:

Ein bis zweimal im Jahr gibt es eine außergewöhnliche Wetterlage für 3-5 Tage. Dann ist alles anders. Heftiger Ostwind weht, der Passat-Wind ist verschwunden innerhalb von einer Stunde steigt die Temperatur auf über 35 Grad bei 10% Luftfeuchtigkeit und feinem Sandnebel. Beste Bedingungen für Brandstifter. Nach Abzug der Widrigkeiten ist alles wieder wie vorher.

Teneriffa Information

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