Bisher kennt man Henna-Tattoos eher als Urlaubssouvenir aus der Türkei oder aus dem Nordafrikanischen Raum. Bisher vereinzelt, jedoch mit steigender Tendenz, macht sich diese Mode auch auf Teneriffa breit. Besonders an den Stränden wird das Aufbringen eines Motivs ambulant durchgeführt.
Es hört sich harmlos an, ein Bild wird mit dem Natur-Farbstoff Henna auf die Haut gemalt. Man ist schon wieder zuhause, bis das Bild nach und nach verblasst. Soweit, so gut - der Berufsverband der Deutschen Dermatologen (BVDD) mahnt aber zur Vorsicht. Die Henna-Farbe kann eine starke Kontaktallergie auslösen. Es ist nicht das Henna, das die Allergie hervorruft, sondern die beigemischte Chemikalie “Para-Phenylendiamin (PPD)”. Das ist besonders beim “Black Henna” der Fall.
Die Kontaktallergie kann bis zu zwei Wochen später noch auftreten und zeigt sich durch Rötungen, Schwellungen, begleitet von starkem Juckreiz im Bereich des bis dahin schon ehemaligen Bildes. Im Gespräch mit einem deutschen Hautarzt hier auf der Insel konnten wir erfahren, dass an der betroffenen Stelle irreparable Pigmentfehler entstehen können. Besonders im Sommer, wenn der gesunde Teil der Haut um das frühere Tattoo bräunt, wird es als Negativbild deutlich sichtbar. Weiterhin erklärte der Dermatologe, dass eine PPD-Allergie über Jahre und im ungünstigsten Fall sogar lebenslang bestehen bleiben kann.
Also gehen Sie für den Betrag einer solchen Tätowierung einmal richtig gut essen und vergessen sie das Henna-Tattoo einfach.
