Wovon Sie auf Teneriffa besser die Finger lassen sollten

Damit Sie nicht auf Touristen-Abzocker, die hier Ihrer “Arbeit” nachgehen hereinfallen, geben wir Ihnen hier einige Hinweise. Wir haben zwar schon anderes Abzocken, wie zum Beispiel “Timesharing” behandelt – hier ist eine Ergänzung:

Werbefahrten
Sie kennen die sogenannten “Kaffeefahrten” aus Deutschland. Die gibt es auf Teneriffa auch – nur heißen sie hier “Tagesausflug nach…”. Vornehmlich Ehepaare bekommen die freundlichen Einladungen. Mal sind sie kostenlos – mal kosten sie etwas. Nach kurzer Busfahrt werden Sie in einen Saal eingesperrt und bei einem zwei bis dreistündigen “Vortrag” weichgeklopft. Sie kaufen irgendetwas, was Sie in Deutschland - wenn überhaupt - zu einem Drittel des Preises bekommen hätten. Finger weg!

Wertsachen
Es wird immer wieder gesagt, und oft vergessen: in Touristen-Orten ist Diebstahl an der Tagesordnung. Deshalb bewahren Sie Wertsachen im Hotel-Safe auf. Im Mietwagen haben wertvolle Gegenstände überhaupt nichts zu suchen. Manche Diebe können von außen nicht unterscheiden, ob die Kamera 30 Euro oder 300 Euro wert ist. Er bricht das Auto auf und Sie haben das Nachsehen. Die Gegenstände sind weg und die Autoversicherung zahlt in diesem Fall nicht (Verleitung zum Einbruch).

Beschwerdebuch
Zu jedem Essen im spanischen Restaurant gehört das Brot dazu und wird ungefragt an den Tisch gebracht. Soweit, so gut, früher war das umsonst. In schlechten Zeiten sind viele Gastwirte auf die Idee gekommen, das Brot (Pan) extra auf die Rechnung zu setzen. Dagegen nimmt die Geldschinderei die Benutzung des Bestecks (Cubierto) zu berechnen langsam ab, aber es kommt noch vor. Egal, was Ihnen angetan wird und Sie sind der Meinung, das ist nicht in Ordnung, es gibt die Möglichkeit, sich amtlich zu beschweren. Dazu muss jeder Geschäftsmann nummerierte Beschwerdeblätter (Hojas de Reclamación) bereithalten. Da können Sie auch auf Deutsch ihr Anliegen aufschreiben. Jedes Blatt hat zwei Durchschläge. Das Original bekommt die Behörde, die kontrolliert regelmäßig, einen Durchschlag bekommt der Chef und ein Exemplar bekommen Sie. Schon die Nachfrage nach einem Beschwerdeblatt kann manchmal Wunder wirken.

Gefälschte Markenartikel
Wer Markenartikel kaufen will, tut das immer in autorisierten Geschäften und Kaufhäusern. Sie können sicher sein, dass Sie auf der Straße oder Basaren gefälschte Ware erwerben. Da heißt die Spiegelreflex-Kamera eben “Pentaxx” statt “Pentax” – die Phantasie der Fälscher ist grenzenlos. Egal, ob Uhren, Kleidung oder elektronische Geräte, lassen Sie die Finger von gefälschten Exemplaren. Abgesehen von der miesen Qualität können Sie beim Zoll im Heimatland in Ungnade fallen – die Blender werden eingezogen und als Draufgabe zahlen Sie noch ein Bußgeld.

Safer Sex
Auf Teneriffa gibt es wirklich gutaussehende Frauen und Männer. Einem Flirt und mehr sind viele nicht abgeneigt. Und dann gibt es noch die “Professionellen” – von denen hat nicht Jede/r ein Kondom zu Hand. Das kleine Ding aus Kautschuk ist aber die Voraussetzung für “Sex ohne Reue”. Die Gefahr, dass man sich mit dem HIV-Virus oder anderen Geschlechts-Krankheiten infiziert, ist groß. Sorgen Sie selbst für genug Vorrat.

Urlaub auf der Straße kaufen
Überall auf der Insel, wo Urlauber in den Fußgängerzonen flanieren, trifft man die Werber, die Sie irgendwo hinlocken wollen, wo man Ihnen dann “Holiday-Packs” oder den Eintritt in einen “Urlaubsclub” schmackhaft machen will. Unbedingt: Hände weg. Sie bezahlen ein “Luftschloss”, in dem Sie niemals wohnen werden. Verschweigen Sie auf jeden Fall den Besitz einer Kreditkarte für den Fall, dass man Sie doch herumgekriegt hat, zu einem “sehr interessanten Gespräch” zu kommen. Faustregel: Ein Haus kauft man nicht auf der Straße.

Teneriffa Information

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