Einer festen Überzeugung sind die Bewohner der Kanarischen Inseln noch bis heute, dass sie immer noch Spielball des europäischen Festlandes sind. Wie Hunde, die bei Tisch auf die Abfälle von oben zu warten haben. Bis vor 10 Jahren wurde bei Fernsehsendern vom Festland die Werbung auf den kanarischen Bildschirmen ausgeblendet. Nach Ansicht der Werbefachleute waren die Canarios keine Zielgruppe von Interesse.
Kolumbus und Humboldt legten auf den Kanaren einen Zwischenstopp ein, Transatlantikdampfer bunkerten für die Überfahrt Kohle und Fluglinien versorgten sich mit Kerosin. Das gehört der Vergangenheit an. Die Brücke über den Atlantik wurde allmählich zur Sackgasse. Jetzt schwemmen als Treibholz des kontinentaleuropäischen Schiffbruchs die verschiedenartigsten Menschen und Gebräuche an.
Lange beherrschten Monokulturen den Inselhandel und waren das wirtschaftliche Experimentierfeld von Europa: Zuckerrohr, Bananen, Koschenille, Tomaten und Weinanbau wechselten sich ab. Vermögend wurden nur die Betreiber, der Rest der Menschen ging leer aus. Hunderttausende wanderten nach Südamerika aus und versuchten ihr Glück dort.
Der Tourismus ist die neueste “Monokultur”. Anfang des letzten Jahrhunderts vertrieb sich der europäische Adel im Winter mit Kuren auf Teneriffa die Zeit. Heute bringen millionen von Urlaubern pro Meter Strand einen Umsatz von rund 150.000 Euro. Besonders die sonnenhungrigen Urlauber im Süden wissen kaum, dass hier bei einem Seekampf mit den spanischen Eroberern, der Engländer Admiral Nelson einen Arm verlor. Wer kennt die kleineren Inseln La Gomera, La Palma, El Hierro, deren Wälder so feucht sind, dass die Bäume von unten bis oben mit Moos besetzt sind?
Wer nach Teneriffa kommt und sich etwas bemüht, wird feststellen, dass die Insel viel mehr als nur ein “Teutonen-Grill” ist. Unsere Seiten wollen ihnen dabei helfen, mehr von der Insel kennen zu lernen und einen tieferen Einblick zu erhalten. Wenn sie das Angebot annehmen möchten, freuen wir uns sehr. Fragen Ihrerseits werden nach bestem Wissen und Gewissen gerne und so schnell wie möglich beantwortet. Schicken Sie uns einfach eine eMail.

