- Konter-Admiral Horatio Nelson
Konter-Admiral Horatio Nelson (1758-1805) stach am 15. Juli 1797 von Cadiz in See und segelte in Richtung Teneriffa, um Santa Cruz einzunehmen. Offizieller Anlass war das spanische Schiff El Principe d’ Asturias, das mit Gold beladen aus Manila erwartet wurde. Der wirkliche Grund war jedoch das Streben Nelsons nach mehr Ruhm und Ehre und der Wunsch Englands, die französischen Revolutionskriege dafür zu nutzen, die Oberherrschaft zur See zu erlangen.
Mit einer Flotille kleiner Boote und 1.000 Mann brach Nelson um Punkt 0 Uhr am 24. Juli 1797 zur Küste auf. In der rauen See an der Nordostküste zerschellten viele Boote an den Felsen. Andere wurden durch Kanonenkugeln, die vom Castillo de San Cristóbal abgefeuert wurden, zerschmettert. Admiral Nelson wurde von einer Kugel am rechten Ellenbogen getroffen und wurde außer Gefecht gesetzt. Ein kleines Grüppchen erreichte das Land und besetzte das Dominikaner-Kloster in Sichtweite der Iglesia de Nuestra Señora de la Concepción. Bei Tagesanbruch wurde den Engländern jedoch klar, dass sie keine Chance hatten. Ein Trupp von 8.000 spanischen Soldaten umzingelten das Kloster. Daraufhin bat der befehlshabende Offizier um einen Rückzug in Ehren. Der wurde vom Comandante-General der Spanier großzügig gewährt. Man überreichte den Engländern Wein und Brot als Geschenk und begleitete sie zu den Booten zurück. Admiral Nelson ließ sich auch nicht lumpen und erwiderte die Nettigkeiten mit einem Dankesschreiben, englischem Bier und Käse. Die verletzten 26 Briten wurden im städtischen Hospital behandelt. Nelson wurde der zerfetzte Arm auf dem Flaggschiff amputiert. Die ganze Angelegenheit hatte rund 250 Tote und etliche Verwundete produziert.
Zum Beweis für die einzige Niederlage von Admiral Nelson hängt bis heute die damals von den Spaniern erbeutete Flagge der Briten im Museo Militar in Santa Cruz de Tenerife.
