Calima

…der Wüstenwind aus der Sahara

CalimaIn der Sahelzone der Wüste Sahara entstehen die heißen und trockenen Winde und werden nach Westen auf den Atlantik geschickt. Und genau dort stellen sich die Kanarischen Inseln in den Weg.

Alte Canarios können die heranziehende Calima schon ein bis zwei Tage vorhersagen. Mit dem Wind kommt auch noch mikro feiner Sand auf die Inseln zu. Die Sichtweite verringert sich erheblich - ebenso die Luftfeuchtigkeit. Der Flugverkehr kann beeinträchtigt werden. Fotokameras geben ihren Dienst auf und die Atemorgane werden stark gereizt. Alles, was draußen ist, wird mit ockerfarbenem Sand überzogen. Jeder schließt die Fenster – doch auch im trauten Heim findet sich der Saharastaub.

CalimaDie Calima im Sommer ist besonders heiß und trocken und richtet beträchtliche Schäden in der Natur an. War gestern hier noch ein saftig grüner Weinberg, so findet man heute nur noch verdorrte Blätter und zu Rosinen vertrocknete Weintrauben vor. Ist es am Tag über 45 Grad heiß, sinkt die Temperatur in der Nacht auf “angenehme” 35 Grad Celsius ab.

CalimaEs kommt vor, dass auf der Insel Fuerteventura mit dem starken Wind Schwalben herübergeweht werden. Die sterben aber bald an Entkräftung. Auch sind auf der Insel, die Afrika am nächsten ist, schon Millionen von Heuschrecken angekommen. Die finden auf der kahlen Insel keine Nahrung und verhungern. Für die Echsen und die Geckos ist das aber ein willkommenes Festmahl.

Die Calima wird von skrupellosen Leuten trotz hoher Strafen immer wieder genutzt, um Brände zu legen. Verheerende Waldbrände wie 2007 auf Teneriffa oder 2009 auf La Palma sind die Folge. Vielleicht sollte der Bebauungs-Stopp für brandgerodetes Bauland von 5 Jahren auf 30 Jahre erhöht werden.

Teneriffa Information

Wirb ebenfalls für deine Seite

3play_HD_Banner_160x600

Aktion Deutschland Hilft

Routen_300x250

MEDIONshop