Wer auf Teneriffa Bade-Urlaub macht, wird hier mit dem Phänomen Ebbe und Flut konfrontiert. Das ist so wichtig, dass man die Gezeiten-Tabellen für jeden Tag in allen Zeitungen findet. Auch die deutschen Insel-Zeitungen drucken sie ab. In Deutschland kennt man die Gezeiten von der Nordseeküste. An der Ostseeküste gibt es auch Gezeiten, die sind aber kaum zu bemerken.
An den Stränden von Teneriffa beträgt der Unterschied beim Pegelstand des Wassers maximal drei Meter. Besonders im Norden der Insel kann man das beobachten. Da tauchen ganze Felsformationen aus dem Atlantik auf, und verschwinden auch wieder.
Hauptsächlich der Mond ist für Ebbe und Flut verantwortlich. Seine “Gravitations-Kraft” zieht einem Magneten gleich das Wasser an der ihm zugewandten Erdoberfläche an und bildet einen Flutberg. Auch die Gravitation der Sonne spielt eine - wenn auch untergeordnete - Rolle. Stehen Erde, Mond und Sonne in einer Linie, sind die Unterschiede zwischen Ebbe und Flut besonders groß. Dann kommt es zu “Springtiden”, die recht gefährlich sind.
Für die Strände von Teneriffa gilt: Wenn die Ebbe beginnt, schwimmen Sie nicht so weit hinaus. Die dabei entstehende Sogwelle zieht Sie vom Ufer fort und Sie begeben sich in Lebensgefahr. Ungefährlich ist das Baden in der Zeit zwischen dem niedrigsten und höchsten Pegelstand. Kommt die Flut, werden an den Stränden die roten Fahnen gehisst. Dann ist das Baden im Meer strengstens verboten und nur Selbstmördern zu empfehlen.
